IT-Projektleiterin im Gespräch: Neue Herausforderungen und Projekte für die Zukunft

Starke Frauen an Bord. Fink & Partner stellt die neue IT-Projektleiterin vor

01.10.2020 – von Anna Freddi

Im Gespräch mit Chantal Baumann, der neuen IT-Projektleiterin der Firma Fink & Partner, werden wir die kommenden Standards der Branchen LIMS und Qualitätsmanagement aus ihrer Perspektive gemeinsam analysieren.

A.F.: Frau Baumann, wie sind Sie auf die IT-Branche gekommen?

C.B.: Ich war schon immer für Technik und Software zu begeistern, die mir das Leben erleichtern. Zum einen im beruflichen Bereich, aber auch im privaten. Sei es das Smartphone, Smart-Home oder das Auto – alles Dinge, die für mich gerne etwas mehr Automatisierung beinhalten dürfen, als sie eigentlich müssten.

Man muss sagen, dass die IT-Branche eine Branche der Zukunft ist. Durch stetige Digitalisierung in allen Bereichen nehmen die Wichtigkeit und Entwicklung dieser weiter zu. Für fast alle Unternehmen stellt sich irgendwann die Frage, wie sich Prozesse optimieren lassen, Ressourcen besser genutzt und Kosten gesenkt werden können. Ein wichtiger Teil der Lösung kann eine passende Software sein, welche prozessoptimierend eingesetzt wird.

A.F.: Sie arbeiten seit dem ersten Oktober bei Fink & Partner GmbH in Goch als IT-Projektleiterin. Davor haben Sie im Bereich Qualitätsmanagement gearbeitet. Was hat Sie dazu bewogen als IT-Projektleiterin bei Fink & Partner GmbH einzusteigen?

C.B.: In meiner vorherigen Stelle als Quality Manager habe ich bereits als Kunde, also als Nutzer, eng mit der hausinternen IT-Abteilung und den Projektleitern der jeweiligen anbietenden Softwarefirma zusammengearbeitet. Daher habe ich selbst erfahren, welche Fragen und Bedürfnisse kundenseitig vorhanden sein können. Ebenso verstehe ich die Wichtigkeit einer schnellen und unkomplizierten Durchführung, sodass alle Projektziele termingerecht umgesetzt werden.

Bei Fink & Partner hatte ich nun die Chance auf einen Perspektivenwechsel vom Nutzer zur Projektleitung und die Möglichkeit in der IT-Branche Fuß zu fassen – spannend und herausfordernd zugleich: Die Projektleitung agiert als Bindeglied zwischen Kunde, Vertrieb, Support und Entwicklung. Ich bin in alle Themen und Prozesse involviert und muss den Überblick behalten, welche Themen zu welcher Zeit von welchen Kollegen behandelt werden. Ebenso steht der lebendige Austausch mit dem Kunden im Fokus meiner Arbeit. Ich freue mich darauf genau diese Dinge täglich zu leben und umzusetzen.

A.F.: Wie bringen Sie Ihre Erfahrung im Qualitätsmanagement und die „neuen“ Herausforderungen einer LIMS Software unter einen Hut? Wie unterstützen Sie Ihre Kenntnisse aus dem Qualitätsmanagement, den LIMS-Bereich anzugehen?

C.B.: Im Qualitätsmanagement dreht sich alles um Organisation, Planung, Risikobetrachtung und kontinuierliche Verbesserung. Diese Themen sind auch für die Projektleitung unabdingbar. Angefangen von der Betrachtung hausinterner Abläufe über die Weiterentwicklung der Software [FP]-LIMS – einschließlich der verschiedenen Module – bis hin zur Umsetzung von Kundenprojekten. Ich hatte in meiner vorherigen Position die Möglichkeit verschiedene Produktionsstätten zu besuchen, Lieferanten unterschiedlicher Produkte zu auditieren und habe dadurch ein gutes Gefühl für das produzierende Gewerbe entwickelt. Daten sammeln, aus- und bewerten ist für produzierende und weiterverarbeitende Unternehmen äußerst wichtig. Daher würde ich sagen, dass Qualität und LIMS schon immer eng miteinander verbunden sind und sich in meinem Fall beruflich perfekt ergänzen.

A.F.: Wie sehen Sie Ihre Zusammenarbeit mit den Softwareentwicklern, die für die Weiterentwicklung von [FP]-LIMS zuständig sind?

C.B.: Für mich ist es wichtig, dass die Kollegen in der Entwicklung ungestört arbeiten können – wer einmal im „Tunnel“ oder „Hack-Mode“ ist, sollte nicht durch unnötige Störungen herausgerissen werden. Grundvoraussetzung hierfür ist eine gute und zielführende Planung, welche Liefertermine und Entwicklungsziele berücksichtigt. Neben der Verfolgung von Terminen und Zielen sollte jedoch immer noch Raum und Zeit für Kreativität und Ideenreichtum vorhanden sein. Demgegenüber stehen diejenigen Prozesse der Softwareentwicklung, die sich mit der Lösung der Aufgabenstellung aus direkter Endkundenperspektive beschäftigen.

Daher würde ich zusammenfassend sagen, dass Softwareentwicklung sowohl eine hohe Disziplin fordert, aber auch ein großes Maß an Kreativität. Die Kombination beider Fähigkeiten ist notwendig, um eine gute und vor allem kundengerechte Software zu erstellen. Meine Aufgabe ist es, den richtigen Rahmen dafür zu schaffen und den organisatorischen Teil zu übernehmen, um die Richtung der Entwicklung zu lenken.

A.F.: Welche Rolle spielt das Entwickler-Team?

C.B.: Hier möchte ich gerne an den letzten Satz aus meiner vorherigen Antwort anknüpfen, denn die Entwickler sind die Experten für das [FP]-LIMS und füllen den vorgegebenen Rahmen. Sie kennen das Grundgerüst des Programms, wie aber auch jedes kleinste Detail. Gemeinsam mit ihnen wird überlegt und abgestimmt, wie Kundenwünsche umgesetzt werden können und mit welchem Aufwand diese Arbeit verbunden ist. Sie sind der essenzielle Kern unseres Unternehmens und spielen somit eine sehr wichtige Rolle für den Erfolg.

A.F.: Frau Baumann, denken Sie nochmal an Ihren Berufseinstieg. Seit Oktober 2020 sind Sie an Bord bei Fink & Partner. Ein Einstieg während der Corona-Pandemie als IT-Projektleiterin ist alles andere als leicht – würden Sie diesen dennoch als gelungen ansehen?

C.B.: In einem modernen und flexiblen Unternehmen wie Fink & Partner wird schnell und unkompliziert auf äußere Einflüsse reagiert: Homeoffice, Videokonferenzen etc.. Und sicher hat man öfter zum Hörer gegriffen, als dass man den Kollegen direkt anspricht. Natürlich konnte auch ich spüren, dass die Corona-Pandemie an einigen Kunden nicht spurlos vorbei geht. Das Jahr 2020 hat wirtschaftlich gesehen viele Unternehmen hart getroffen. Dass trotz dieser Situation neue Mitarbeiter im Unternehmen eingestellt werden, ist für mich ein klares und positives Zeichen in Richtung Zukunft.

Abschließend kann ich sagen, dass dank der offenen Kommunikation und der Unterstützung aller Kollegen der Einstieg trotz Pandemie gut gelungen ist.