Behind the scenes: Softwareentwickler im Interview

Im Gespräch mit Michael Küpper, Softwareentwickler bei Fink & Partner GmbH

  • Michael Küpper - Entwicklung - Goch

30.11.20 – von Anna Freddi

Wir werden im Interview mit Softwareentwickler Michael Küpper die versteckten Strukturen von FP-LIMS aus dem Hause Fink & Partner GmbH näher kennenlernen.

A.F.: Herr Küpper, Sie sind jetzt seit 19 Jahren als Softwareentwickler bei Fink & Partner GmbH beschäftigt und somit ein Experte im Bereich der Softwareentwicklung. Wie sind Sie zur IT-Branche und zur Softwareentwicklung gekommen? Und, warum haben Sie sich für Fink & Partner GmbH entschieden?

M.K.: Schon als Kind fand ich Computer interessant. Ich erinnere mich noch, wie ich damals mithilfe des beim Commodore 64 beigelegten Basic Handbuchs anfing zu programmieren. Dabei speicherte ich meine ersten „Mini“ Programme auf Datasette. In der Schule (Sekundarstufe 1) lernte ich dann Turbo Pascal kennen und in meiner Freizeit entwickelte ich kleinere Spiele. Während der Abitur Zeit hatte ich dann die Berührungen mit Entwicklungsumgebung Delphi 2 (von Borland), welche auf Objekt Pascal aufsetzt.
In der Wehrdienstzeit habe ich mich dann in der Softwareentwicklungsbranche beworben und konnte mich schließlich zwischen zwei Unternehmen entscheiden. Ich wählte Fink & Partner GmbH, vor allem wegen der Entwicklungssprache Delphi 5 die Fink & Partner GmbH damals einsetzte.

Nach den drei Jahren Ausbildung zum Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung bekam ich einen Festanstellungsvertrag, der bis heute anhält.

A.F.: Wie viele und welche Programmiersprachen kennen Sie?

M.K.: Als Hauptsprache nutze ich überwiegend Objekt Pascal mit Delphi. Dazu kommen noch HTML, PHP und JavaScript zur Web-Entwicklung. In privaten Projekten nutze ich gerne C#. Im Laufe der Zeit kamen auch Sprachen wie Java, C++, C und Visual Basic (VB) hinzu.

  • FP-LIMS Software LOGO

A.F.: Behind the scenes: Was können Sie uns über die Programmiersprache von [FP]-LIMS erzählen?

M.K.: Fink & Partner GmbH setzt auch heute noch Delphi ein, wobei in den vergangenen Jahren natürlich mehrere Versionsupdates durchgeführt wurden. Aktuell ist Delphi XE 10.3 im Einsatz und ein Wechsel auf 10.4 geplant, der Code-Verbesserungen enthält.
Delphi hat den Vorteil, dass der „ältere“ bereits entwickelte Code weitestgehend mit den aktuellen Versionen kompatibel ist. Des Weiteren ist Delphi in der Lage einfach und schnell komplexe Oberflächen und Dialoge bereitzustellen.

A.F.: Könnten Sie uns über Ihr erstes Projekt bei Fink & Partner GmbH berichten?

M.K.: Damals konnte ich als Auszubildener natürlich nicht direkt am [FP]-LIMS, damals noch [DIA]- Analysenverwaltung, arbeiten. So kam es, dass ich mich am Anfang um den Import von Daten kümmerte. Hier lernte ich viele verschiedene Geräte (z.B. von Spectro, ARL, Bruker, OBLF), unterschiedliche Schnittstellen (z.B. Dateisystem, Netzwerkfreigabe, TCP/IP, RS-232) und deren Protokolle kennen. Damals wurde für jede Schnittstelle einzeln ein „spezielles“ Programm entwickelt. Mein erstes Großprojekt und zeitgleich meine Ausbildungs-Abschlussarbeit war dann der [DIA]-InstrumentManager. Dieser hat zur Aufgabe, alle anfallenden Daten über Plugins (Erweiterungen) einzulesen und diese normiert an das [DIA] zu übertragen. Dieses Konzept ist bis heute in [FP]-LIMS erhalten.

A.F.: [FP]-LIMS ist eine sehr flexible und anpassbare Softwarelösung für das Labor. Welche Herausforderung ergeben sich daraus für Sie und Ihre Kollegen aus der Entwicklung?

M.K.: Das hohe Maß an Flexibilität ist ein Kernmerkmal der Software und hat natürlich auf Entwicklungsseite ihren Preis.
Softwareanpassungen und Erweiterungen müssen detailliert geplant werden, wobei versucht wird, individuelle (Kunden-)Anforderungen in allgemeine Lösungen umzusetzen. Somit wird der Funktionsumfang stets erweitert und steht dann künftig anderen Kunden zur Verfügung.
Ein weiteres Ziel ist das Erhalten bisheriger Funktionalitäten. Das System soll nach einem Update beim Kunden weiterhin so funktionieren wie vor dem Update.

A.F.: Was macht Ihnen am meisten Spaß bei der Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von [FP]-LIMS?

M.K.: Ich finde es super Teil eines so tollen Entwicklungsteam zu sein!

Wir verstehen uns alle sehr gut, es herrscht ein absolut angenehmes wie positives Arbeitsklima. Man kann immer wieder neue Ideen einbringen und fühlt sich als geschätztes Mitglied des Unternehmens. Natürlich wird das „Was“ zu tun ist über die zuvor definierten Konzepte vorgegeben, das, „Wie“ ist dann jedoch die Freiheit des Entwicklers.

  • Was ist ein LIMS?

A.F.: 2020 – das Jahr der Digitalisierung aufgrund von Covid-19. Welche Faktoren haben das Entwicklungsteam während dieser Zeit besonders herausgefordert?

M.K.: Im Vergleich zu anderen Branchen, kommt unser Bereich gut mit der Digitalisierung zu recht. Ein Arbeiten im Home-Office ist problemlos möglich, die Server sind über einen VPN Zugang zu erreichen, auch für die Telefonie setzt Fink & Partner GmbH schon länger auf Internettelefonie (VOIP).
Das Homeoffice stellt alle gewissermaßen vor die Herausforderung die Kommunikation, also den regen Austausch zwischen den Kollegen, aufrecht zu erhalten.

Problemstellungen, Lösungsmöglichkeiten und Ideen müssen trotz räumlicher Trennung erläutert und diskutiert werden. Durch viele Telefonate, Videocalls und regelmäßige Meetings haben wir als Unternehmen diese Hürde erfolgreich gemeistert und sind trotz Corona Pandemie in der Entwicklung unserer [FP]-LIMS voran geschritten.